Hemdenmacher Valentin | 

ASTRID POCHENDORFER-VALENTIN

Jedes Hemd ein Original

2021 hat Astrid Pochendorfer-Valentin den Betrieb von ihrer Mutter Gudrun übernommen. Gudrun Valentin hatte das Hemdenmacher-Unternehmen 2002 gegründet. Es war der Maßsalon der eigenen Mutter wiederum gewesen, der sie, nach jahrelanger Tätigkeit in renommierten Textilunternehmen, zu diesem Schritt inspiriert hatte. Mittlerweile sind acht SchneiderInnen mit der Fertigung der Maßhemden beschäftigt.

Handwerk arbeitet nach Maß, denn nur Maßarbeit ist der Garant für die optimale Passform. Maß nehmen setzt den persönlichen Kontakt zwischen Kunde und HandwerkerIn voraus, im Zuge dessen u.a. auch die Wahl des Stoffes erfolgt. Ausschließlich in Europa hergestellte feinste Baumwoll- und Leinentextilien sind der Stoff, aus dem Valentin-Hemden maßgeschneidert werden. So machen die körperfreundliche Qualität der Textilien und der formschöne, den individuellen Körpereigenheiten folgende Schnitt Valentin-Hemden zu wahren Lieblingsstücken, die viele Jahre Freude bereiten.

Historisches

Das Hemd an sich zählt zu den ältesten Kleidungsstücken überhaupt. Schon vorchristliche Hochkulturen haben einfache Hemdformen oder hemdartige Kleidformen getragen. Es gab ungenähte, gewebte, geschlitzte, mit Knöpfen, Spangen, Bändern und Gürteln befestigte, also sehr einfache Variationen. Erst im Mittelalter entstanden differenziertere Formen, die einen Zuschnitt, das Schneiden des Stoffes, und damit ein Schneidern notwendig machten.

Das Hemd wurde im weiteren Verlauf zu einem Kernprodukt der Weißnäherei, die ausschließlich Leib- und Haushaltswäsche aus meist weißen Waschstoffen herstellte. J. G. Krüntiz berichtet: „Eins der vornehmsten Stücke im Weißnähen, ist das Setzen eines Queders oder Kragens auf ein Hemd.“ Und wer wissen will, wie ein „gutes Knopfloch“ gemacht wird, auch das kann in seiner Oeconomischen Encyclopädie (Berlin 1773-1858) nachgeschlagen werden. Männer hatten wohl schon immer etwas für schöne Hemden übrig.

Die Bezeichnung Hemd leitet sich übrigens vom germanischen „hamd“ für Kleidung ab. Das davon abgeleitete umgangssprachliche „Hemad“ ist seit Jahrhunderten gebräuchlich. „Pfaid“ (im Dialekt = Pfoad), für die trachtliche Hemdenvariante (z.B. zur Lederhose), bezieht sich heute interessanterweise auf die kostümgeschichtlich historische Variante: einen losen geraden Schnitt, vor allem aus Leinen („aus weißer Leinwand“), bei den unteren Schichten auch aus Wolle, seit dem Mittelalter bis 1769 auch aus Barchent, einem Baumwollgewebe mit auf einer Seite aufgerauter Oberfläche.

… mehr dazu im Testimonial 0 – Magazin für Historie Gegenwart und Zukunft ©Hand.Werk.Haus Salzkammergut (erhältlich im Hand.Werk.Haus)

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Passauerstraße 63
4780 Schärding